A sample text widget

Etiam pulvinar consectetur dolor sed malesuada. Ut convallis euismod dolor nec pretium. Nunc ut tristique massa.

Nam sodales mi vitae dolor ullamcorper et vulputate enim accumsan. Morbi orci magna, tincidunt vitae molestie nec, molestie at mi. Nulla nulla lorem, suscipit in posuere in, interdum non magna.

26. April, 2011

Takschi, Takschi

Juan Valdez

Juan Valdez

Mucho buenas noches an die Heimat! Es ist 21:36 Uhr und ich bin noch immer in Kolumbien. Es ist mittlerweile der vierte bzw. fünfte Tag, wenn man die Anreise mitrechnet. Mein Körper hat sich so langsam auf die andere Zeitzone umgestellt und ich kann um diese Uhrzeit noch wach sein.

Der heutige Tag war an für sich eher ein gebrauchter. Ich bin gestern spät ins Bett aber heute morgen eigentlich ganz gut raus gekommen. Nach dem eher spartanischen Frühstück versüßte mir ein Joghurt mit Gelee-Gummibären den Morgen. Es wäre ein guter Morgen gewesen, hätten wir nicht vor dem Verlassen des Hauses festgestellt, daß die Armbanduhr der Königin nicht mehr aufzufinden war. Ich habe dann das ganze Zimmer au den Kopf gestellt, den ich war mir sicher die Uhr aufs Waschbecken gelegt zu haben. Als ich schon frustriert und der Blutdruck in unerreichten Sphären war, fand sich die Uhr dann auf dem Boden neben unserem Koffer wieder. Meine Schwägerin hatte sie dort zuletzt gesehen und meiner Frau am Telefon diesen Tipp gegeben. Immernoch völlig genervt und gefrustet bin ich dann zum Portero gegangen. Einer Art Türmann, Concierge, Türsteher, der kontrolliert wer in die so bewachten Gebäudekomplexe ein- und ausgeht. Dort stiegen wir in ein Taxi.

Lomo - Ein kleiner Imbiß

Lomo - Ein kleiner Imbiß

Diese Art der Fortbewegung ist recht günstig und der Wechselkurs tut sein übriges. Dank diesem konnten wir es uns auch leisten nach unserer Ankunft am Fahrtziel in einem der teuersten Restaurants der Stadt, dem 1492 in der Zona Rosa Essen zu gehen. Erstaunlicherweise erinnert sich der Kellner noch an unseren letzten Besuch, der fast 2 Jahre her ist. Das Restaurant ist für hiesige Verhältnisse sehr teuer  und sehr schick. Zuhause könnte ich mir den Besuch einer solchen Lokalität nicht leisten, während ich hier gerne einkehre. Einen kleinen Imbiss – siehe Bild – kann man schon mal mitnehmen.  Zur Vorspeise hatte ich einen Salat mit Calamares, das Hauptgericht bildete ein Lomo mit Yuca Frita (frittierten Maniokstäbchen) und Salat, dazwischen gab es noch ein bißchen vom dem Kokus-Reis den Frl. Schnecke verschmäht hatte und zum Abschluss  half ich Ihrer Hoheit mit ihrer kolumbianischen Dessert-Auswahlplatte. Allein schon das 400g Rindersteak war den Gesamtpreis von rund 100.000 Pesos, also etwa 40 Euro wert – aussen knusprig-cross, sogar ein wenig schwarz und innen in der Mitte noch ein bißchen „muh“, besser geht das nicht!


Anschliessend sind wir ca. 4 Blocks zu Unilago gelaufen. Auf dem Weg viele Stände, Händler, auch wieder sehr sporadisch Prostituierte und Bettler, denen anzusehen war, daß sie Drogen nehmen, zumeist wird wohl Klebstoff geschnüffelt. An jeder Seitenstraße Händler mit schlecht gedruckten Listen; PC Spiele und Anwendungen in alphabetischer Reihenfolge, von A wie Adobe Photoshop bis Z wie Zelda alles zu finden. Bei Interesse entschwindet der Marktschreier kurz und kommt mit einer DVD zurück – ich hatte keines. Am Ende der Wanderung, vorbei an den vielen Geschäften, erreichten wir Unilago. Eine Art Shopping Center mit vielen kleinen Ständen wo der Geek von der Handyschale bis zum Mainboard alles bekommen kann, was das Nerd Herz begehrt. Meines bekam einen Nachbau eines Gamepads und die Königin hat ihr Netbook mit einer Klebefolie verschönert. Ansonsten hat sich der Eindruck vom letzten Besuch vor 2 Jahren bestätigt, den teilweise sind die Produkte in Deutschland billiger und zum anderen ist man hier was PCs angeht etwa 1-2 Jahre hinter uns zurück. Auch gut, so waren wir wenigstens schneller wieder an der frischen Luft.

Da Frl. Schnecke in diesen Tagen besonders das Taxifahren genießt, denn es gibt wie bereits erwähnt so wahnsinnig viel zu sehen, haben wir ihr Fordern nach „Takschi, Takschi“ gestillt und sind noch ins Unicentro gefahren. Ein weiteres Shopping Zentrum in dem die Königin ihrem Sammlertrieb erlegen und in diversen Schuhgeschäften fündig wurde. Frl. Schnecke und ich hatte in der Zeit ziemlich viel Spaß mit dem kleinen roten Rennwagen, den wir gemietet hatten und in dem die Kronprinzessin der Fahrer und ich dann logischerweise der Schieber war. Zwischendurch habe ich mir noch eine Dose Cafe-Cola von Juan Valdez gegönnt, ein wunderbares Gebräu, das all meine Leidenschaften vereint und zudem munter macht. Leider bin ich der Versuchung von Dunkin Donats erlegen und habe eine(n) „Mandi“ verspeist, aber eigentlich nur aus Notwehr.  Dafür habe ich dann abends wieder die Kohlehydrate aus meinem Leben verbannt und eine Portion Churrasco mit Salat verspeist, von der ich leider der Königin den Zehnten geben musste – so ist das halt hier im Königreich…


Also wieder ein Tag, an dem beides omnipräsent war, der Überfluß den man in den Einkaufszentren und Geschäften in den Straßen finden kann und gleich daneben die Gewissheit, das sich das nicht alle leisten können und die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen noblen Menschen in Anzug und Kostüm und verwahrlosten Fensterputzern an den Ampeln enorm ist.

Leave a Reply

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

  

  

  

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.