A sample text widget

Etiam pulvinar consectetur dolor sed malesuada. Ut convallis euismod dolor nec pretium. Nunc ut tristique massa.

Nam sodales mi vitae dolor ullamcorper et vulputate enim accumsan. Morbi orci magna, tincidunt vitae molestie nec, molestie at mi. Nulla nulla lorem, suscipit in posuere in, interdum non magna.

29. April, 2011

Como un zoológico

San Andresito

Image by sicoactiva via Flickr

Es ist 11:22 Uhr hier und die Überschrift für den heutigen Beitrag hat mir meine Frau heute morgen beim Frühstück auf dem Silbertablett serviert. Sie erzählte der Haushälterin, die zweimal die Woche für Ordnung sorgt, das es gestern hier wie im Zoo zuging. Der Ausspruch erregte sofort meine Aufmerksamkeit, denn diese Redensart war mir im spanischen nicht bekannt.

Was die Königin damit sagen wollte, war daß es gestern hier wie in einem Taubenschlag zuging. Ihre Mutter, Queen Mom, war aus Buga bzw. vom Flughafen in Cali nach Bogota eingeschwebt und die Königin machte sich mit samt Prinzessin und anderer Schwester auf dem Weg um sie abzuholen. Auf dem Rückweg fuhr die Schwester dann zielsicher in eines der enormen Schlaglöcher mit dem Ergebnis, daß sich eine Platte von der Motorunterseite löste  und die Rückfahrt unmöglich machte. Als die Damen dann gegen 14:30 Uhr eintrafen, war ich zwar um die Neuigkeiten aus der Online-Ausgabe des Kickers reicher, aber schon fast verhungert. Per Domicilio, Lieferservice, orderten wir Mittagessen. Baby Beef mit Salat für meine Wenigkeit, Reis mit Hühnchen für die Damen. Als es klingelte und wir schon in Erwartung der rettenden Mahlzeit frohlockten, kamen stattdessen eine weitere Tante und deren Mutter an. Nun beschlossen alle 5 anwesenden Damen auf einmal zu sprechen, während der Hund der Schwester bellte und von der Prinzessin gejagt wurde. Nach vor dem Essen trafen auch die Hausherrin und mein Schwager ein. Die Hausherrin beteiligte sich gleich an der Debatte und die Damen tauschten nun eifrig Geschenke aus. Es handelt sich vorwiegend um Schmuck oder Kleinigkeiten, die eigentlich niemand braucht, aber als Gesten der Freundschaft gerne genommen werden. Zum Glück kam dann irgendwann doch der Lieferservice.


Nach dem Essen saß ich ein bißchen abseits  und lauschte, gezwungenermassen der Konversation, der Geräuschpegel überschritt deutlich meine Wohlfühlgrenze  und es war mir unmöglich viel zu verstehen, weil es mir schwer fiel mich zu konzentrieren. Die Königin bemerkte mein Dilemma und versuchte mich nach oben zu schicken, doch da war nichts zu tun und hier gab es wenigstens etwas zu sehen. Irgendwann habe ich dann meinen Schwager gefragt ob wir irgendwann noch einmal nach San Andresito del Norte fahren können um noch einen Versuch mit der Freischaltung meiner Wii zu starten. Er sah mich sichtlich erleichtert an und meinte wir gehen jetzt sofort!

15 Minuten später saßen wir im Taxi und philosophierten über das gerade erlebte Chaos. Die Konsole haben wir leider wieder nicht freischalten lassen können und zudem festgestellt, daß die hier verkauften Original-Spiele ohnehin im amerikanischen NTSC Format  sind und deshalb von meiner europäischen Wii verschmäht werden. Am Ende habe ich dann zumindest noch ein paar Filme gekauft, ich glaube es waren 4 oder 5. Alle im Mittelaltergenre, mit Schwertern, Rüstungen und wahrscheinlich auch ziemlich viel Blut!

Kurz bevor wir gehen wollten, versuchte mein Schwager dann noch bei einem Kunden, er verkauft SIP/VoIP Hardware und Minuten,  die Ports für die Internetelefonie an dessen Router freizuschalten. Ich hatte uns in der Zeit zwei leckere kolumbianische Kaffees besorgt. Als ich mit meinem Heißgetränk fertig war, fragte er mich ob ich helfen könnte und noch ein bißchen herumspielen gelang es mir auch tatsächlich die Ports am MSI Router des Kunden so freizuschalten, daß die SIP angeschlossene SIP Hardware funktionierte und Telefonate geführt werden konnten. Natürlich habe ich das nicht umsonst gemacht und prompt vier Kaugummis aus der Auslage gefordert, was die hübsche Inhaberin des Shops mit soviel wie „ziemlich günstig der deutsche Techniker“ kommentierte. Wir haben sie und ihren Freund dann noch ein Stück mit dem Taxi mitgenommen.


Als wir ankamen versuchte der Taxifahrer den Nachttarif zu verlangen, es war gerade kurz nach 7 und der Nachttarif gilt ab 8! Auch die Königin nebst Schwester, Tochter und Nichte kamen gerade vom Shopping zurück. Zusammen haben wir dann noch zu Abend gegessen, ich hatte diesmal wieder Lomo mit Salat und ein Gericht von der Küste „Bollo“ – gesprochen „Bojo“, das aus einer Art Mozzarella und frittierten, kleinen Kartoffelsticks bestand – wie lecker!

Leave a Reply

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

  

  

  

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.