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6. Mai, 2011

Muu! = Muh!

Es ist kurz vor 3 in der Nacht in good old „Germoney“, während ihr wahrscheinlich am Kopfkissen horcht, habe ich mir gerade 2 Aspirin eingeworfen, denn der Tag stand unter dem Motto „I dont feel like dancing“ – mir war irgendwie den ganzen Tag schwindlig, ich hatte, oder besser habe Kopfschmerzen. Wieso, weshalb und warum kann ich nur mutmaßen. Zum einen sind die Kinderbetten in denen wir schlafen, nun eben Kinderbetten und nicht für Gazellen wie mich ausgelegt, zum anderen bin ich die letzte Nacht – wie leider so oft – irgendwie schräg in besagter Schlafstätte gelegen. Die Kopfkissen entsprechen zudem auch nicht dem gewohnten Standard.

Dann habe ich gestern einige Stunden eine relativ schwere Tasche herum getragen, den Tragebügel immer über einer meiner breiten Schultern. So dass schon ungleichmäßig an einer Körperseite gezogen wurde. Wir waren gestern nämlich nochmals auf einem wilden Einkaufstrip! Nachdem wir zu Hause noch gefrühstückt hatten, sind wir ziemlich bald in ein Taxi gestiegen um nach San Andresito San José gefahren. Die Taxifahrt hat auf Grund des „Trancon“ wie hier der Stau genannt wird fast 2 Stunden gedauert. Es mag auch daran gelegen haben, dass der Taxifahrer nicht aus Bogotá stammte, sondern aus der Smaragd Region von Kolumbien. Mir kam es nicht ganz so lange vor, den zuerst hat uns der Taxifahrer unterhalten und dann habe ich die Zeit zu einer kleinen Siesta genutzt – man muss sich schließlich den Gepflogenheiten des Landes anpassen. Ich hatte schon vorher über San Adresito berichtet, es gibt davon in Bogotá drei. Im besagten Artikel waren wir in dem im Norden, wo es hauptsächlich Technologie, Spiele und Filme gibt. Das von San José ist dagegen eher ein Gemischtwarengeschäft mit großer Auswahl an Kleidung. Eine kleine Impression könnt Ihr hier sehen:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=PcI07vq0MYQ]

Wie es sich für ordentliche Urlauber aus „Deutscheland“ gehört, hatten wir selbstverständlich eine Einkaufsliste dabei, die es nur abzuarbeiten galt. Den ersten, und für mich persönlich wichtigsten, Stopp erledigten wir gleich nach Ankunft im ersten der vielen „Shopping Center“.  Den ich hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben ein Trikot der hiesigen Nationalmannschaft zu erstehen das auch meinen Astraloberkörper komplett bekleiden konnte. Tatsächlich wurden wir prompt schon in der 3 Bodega fündig, nachdem man uns netter Weise zweimal „weitergeleitet“ hatte. Das Modell passte, der Preis war in Ordnung, einpacken!

Soviel Glücksgefühle wollten nun ausgelebt werden und deshalb sind wir schnurstracks Mittagessen gegangen. Das Restaurant eine Kette aus der Küstenregion, das Personal auch von dort – eine sehr hübsche „Negrita“ die in Deutschland bestimmt die Männerwelt auf Ihrer Seite hätte und ihre zwei genauso dunklen Kollegen die das Essen servierten. Die Königin nahm das „Exekutiv Menü“ mit einer Suppe und frittiertem Süßwasserfisch, für mich gab es mal wieder ein Churrasco mit Salat.

So gestärkt fühlten wir uns nun zu größerem berufen, so wanderten zu zuerst wir durch sämtliche der 6 oder 8 Straßen des Shop-Mekkas und dann viele neue Sachen in die zwischendurch erstandene Reisetasche. Wir schafften es im Laufe des Nachmittags unsere Einkaufsliste vollständig zu erledigen und erlegten auch noch ein paar „Road-Kills“ zwischendurch. So wurden uns z.B. bei einer zwischenzeitlichen Kaffeepause mit leckeren Buñuelos das ein oder andere „Ganga“ wie man ein Schnäppchen hier nennt von hinzu-eilenden fliegenden Händlern angeboten. Am Schluss waren wir dann aber irgendwie froh, wieder im Taxi zu sitzen. Der Taxifahrer war diesmal zwar auch nicht aus Bogotá, dafür aber vom Club also in meiner Gewichtsklasse und hatte neben Geschichten aus seinem Leben als Busfahrer in den weiten Kolumbiens auch Einkaufstipps parat – gar nicht so einfach mit einer Statur hier in „Pitufolandia“ einzukaufen.

Wer an der Stelle nun glaubt, unser Jagd- und Sammlertrieb wäre befriedigt der liegt natürlich falsch! Wir haben uns von unserem schwergewichtigen Chauffeur an einer Seitenstraße nähe unserer „Gastfamilie“ in deren „Barrio“ San José de Bavaria – war übersetzt übrigens soviel heisst wie Sankt Josef von Bayern – die spinnen die Kolumbianer – absetzen lassen.  Die ziemlich lange Straße hatte beim durchqueren schon einige Male unsere Aufmerksamkeit erregt. Im Schaufenster eines Gemischtwarengeschäfts waren außerdem Schwimmhilfen für die Prinzessin ausgestellt, die waren unser primäres Ziel. Nebenbei musste die Königin dann allerdings schmerzlich erfahren, das einige Ihrer zuvor erstanden „Schnäppchen“ dort noch billiger zu haben gewesen waren. Sie fand zum Glück Trost in einem Haarschnitt für umgerechnet 2 Euro und ich war auch froh, als ich nach dem Marathon durch San Andresito und dem zweimaligen Begehen besagter Straße ein bisschen ausruhen durfte – zumal wir danach dann den restlichen Weg nach Hause gelaufen sind.

Rodicio

Rodicio

Als wir zu Hause ankamen war es schon dunkel, also nach 18 Uhr und eigentlich waren wir zu müde zu allem, doch ein weiteres persönliches Highlight war für diesen geplant – Rodico! Oder besser Rodízio wie es auf portugiesisch geschrieben wird. Eine brasilianische Schlemmerei bei der vierzehn (14!) Sorten feinstes gegrilltes Fleisch am Tisch serviert werden. Ich hatte das vor 2 Jahren schon einmal genießen dürfen und dabei nach dem 7 Stück kapituliert. Ich hatte damals den ganzen Tag nichts gegessen und mich bei der Ankunft im Restaurant über das Salatbuffet wie ein Vampir über Jungfrauen hergemacht,  der Kellner hatte meinen damals noch dickeren Bauch erspäht und mir statt des üblichen schmalen Streifens Grillfleisch immer gleich ein Riesenstück auf den Teller gelegt. Nur die unmissverständliche Warnung, dass nicht alles zu essen sehr unhöflich sei und ein magenfreundlicher Likör haben mich damals gerettet!
Diesmal hatte ich aus meinen Fehlern von damals gelernt, der Salatteller war eher etwas für Magersüchtige und in meinem mittlerweile deutlich besseren Spanisch bat ich den Kellner jeweils nur um ein zartes Scheibchen Proteine. So habe ich diesmal alle 14 Fleischsorten erfolgreich verkostet, lediglich die Chorizo-Wurst habe ich ausgelassen, die Hühner-Herzen waren nicht unbedingt mein Ding und vom gegrillten Kuh-Euter werde ich nächstes Mal wohl auch absehen. Dazwischen gab es Hähnchenbeine, Lamm, Schweinerippchen, Rinderrippchen, Rinderlendensteak, Rumpsteak. Mein absoluter Favorit waren „Chatas“ – Filetstücke aus dem Rinderrücken, welche ich und meine Gastfamilie gleich mehrfach nachbestellten. Die Königin hatte à la carte bestellt und trotzdem noch mehr Fleisch aufgestischt bekommen als ihr lieb wer. Ich gebe zu ich habe die Augen beim Essen geschlossen, den solch gutes Fleisch habe ich selten zwischen den Dr. Best gepflegten Zähnen gehabt. Das gute an so einem Rodicio ist nämlich dann es nicht nur ein absoluter Hochgenuss für Fleischliebhaber ist, sondern gleichzeitig auch so eine Art „all you can eat“ denn sowohl von den Proteinbomben als auch vom Salat und den gereichten Beilagen konnte gegessen werden, soviel man wollte. Das schlechte ist, dass irgendwann auch sieben Mägen komplett gefühlt sind und ich trotz Hochgefühl und -genuß einfach nichts mehr essen wollte. Ein Espresso ging gerade noch und sollte bei Verdauung der gefühlten kompletten Kuh behilflich sein.


Der Abend war ein kompletter Erfolg, auch wenn wir erst beim zweiten Restaurant essen konnte, die erste mit dem Taxi angefahrene Adresse war nämlich nicht mehr existent. Die Kinder wurden zu Hause vom Hausmädchen beaufsichtigt.  Wir habe schon lange nicht mehr so gelacht beim essen und es war ein sehr lustiger Abend auch wenn ich am Ende irgendwie auf jede Frage nur noch mit „Muu!“ beantworten – wie die hiesige Kuh…

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