Hody72
User
41, Germany
Tracks Played : 8246

free counters
31. August, 2011

Plötzlich fett!

Der zweite Rahmen

Hody´s Tickets II

Und wieder ein Urlaubstag vorbei, denn Abschluss bildet eben der Film “Plötzlich Fett!” auf SAT 1, die Story eine Art romantische Komödie, ein bißchen “Freaky Friday”, ein bißchen “Bridget Jones” und ein bißchen von “Schwer verliebt”. Die Story kurz umrissen egomanischer Fitness-Trainer Nick Feltus mit Superkörper vs. dicke  Patissière Fee. Beide werden durch einen kleinen Zaubertrick in die Körpermasse des jeweils anderen verwandelt und lernen so die andere Seite kennen. Irgendwie waren beide waren schon vorher ziemlich unglücklich. Jetzt sind sie es erst recht. Die Kritik sagt dazu: “Produzent Ivo-Alexander Beck wollte aber kein romantisches Märchen erzählen. Er wollte auch keinen Film, der sich über dicke Menschen lustig macht: «Hierzulande ist der Dicke ja entweder der gutmütige Trottel, oder er wird zum Abschuss freigegeben.» Ihm ging es um einen vergnüglichen Film mit mancherlei ernsten Untertönen, und darin fand er ganz die Zustimmung seines Hauptdarstellers: «Ich sehe immer wieder voll Bewunderung die amerikanischen Komödien. Hinter allem Witz verbirgt sich stets eine ganz ernsthafte Dramatik. Wir Deutsche müssen das wohl noch lernen. Und unser Film könnte dabei vielleicht ein wenig Pionierarbeit leisten.»
Der Film war sehr unterhaltsam, teilweise auch richtig lustig, es wurden viele Klischees bedient und bewusst überzogen. So arbeitet die dicke Eva Brand natürlich in einer Konditorei und hat gleich zwei große Stangen Fleischwurst im Kühlschrank – logisch Dicke fressen ja auch permanent nur. Genauso argumentiert auch der selbstverliebte männliche Hauptdarsteller und sieht sich beim Sex gerne selbst im Spiegel. Als er dann später als verschwitzter Dicker gestresst auf der Strasse steht, wird er angesehen wie das siebte Weltwunder und erinnert sich an seine Kindheit zurück, wo er als Titten-Nick gehänselt wurde.

Auch aus meiner Kindheit könnte ich solche Begebenheiten berichten, vieles habe ich verdrängt und einfach vergessen. Ich war froh als die Pubertät endlich auch das kleine Dorf Waltershofen erreichte in dem ich aufgewachsen bin und irgendwann auch an die Türe des Mietshauses klopfte in dem ich mit meinen Eltern damals wohnte. Aus dem kleinen dicken (Hops)Ball wurde ein großer dicker…keine Ahnung. Langsam schaffte ich es dann auch aus meinem selbstgebauten Schneckenhaus, also vor dem Computer im Flur des oberen Stockwerks  los zukommen.Ich war um die 14 und nahm, wie sich das gehörte am Firm-Unterricht teil um später in der katholischen Kirche gefirmt zu werden. Dort traf ich auf einen Jungen der frisch in die Weltstadt Waltershofen gezogen war und mich mit Audio-Kassetten von AC/DC und den Scorpions konfrontierte. Schon davor war ich musikinteressiert gewesen, allerdings eher in Richtung der 80er Jahre, Synthie-Pop und Italo-Disco. Doch statt meinen Weg für die katholische Kirche zu ebenen, brachte dieser Unterricht in der Dorfkirche Strom-Gitarren in mein Leben – eine wunderbare Freundschaft die länger gehalten hat als der Katholizismus. Der junge Mann von damals ist seinem Faible für Metropolen treu geblieben und lebt heute in Seattle nachdem er zuvor in London war. Ich gehe heute nicht mehr in die katholische Kirche sondern in die Calvery Chapel, eine christliche Freikirche.


    Geblieben ist die Liebe zur Musik, dich sich in den späteren Jahren dadurch manifestieren sollte, dass ich versuchte alles im Leben mit Musik zu verbinden, so habe ich als Stage-Hand auf Konzerten gearbeitet, ein Musikmagazin verlegt und wie schon erwähnt ein paar Jahre als DJ gearbeitet. Am 23. September werde ich das wohl wieder zum ersten Mal seit bestimmt 15 Jahren wieder machen  – im Walfisch in Freiburg.

    Der erste Rahmen

    Hody´s Tickets I

    Am Samstag habe ich ein weiteres Projekt angefangen, dass ich schon lange machen wollte, nämlich die gesammelten Konzertkarten aus der Zeit als eine Art Collage zu rahmen. Leider waren es am Ende zuviele für nur einen Rahmen, so dass wir gestern nochmals zu Ikea gefahren sind um einen zweiten zu kaufen. Das Ergebnis habe ich nun nach anfänglichen Bedenken doch im Klo aufgehängt, denn dort hat man Zeit ein bißchen in Erinnerungen zu schwelgen – das ist teilweise auch nötig, denn ich hatte vergessen, dass ich manche Bands schon gesehen hatte…

    Ich hoffe es kommen noch ein paar dazu, den Rekord halten noch immer Biohazard mit 8 Auftritten vor Depeche Mode mit 4 Gigs. Ein paar von den Sachen die ich aktuell gerne höre, habe ich z.B. noch gar nicht live gesehen wie Evanescence. Viele der Bands die ich gerne mag, gibt es auch schon gar nicht mehr, da wären z.B. meine Lieblinge von Sullen oder Exhorder, Ministry, Ragga Death oder die Proper Grounds zu nennen.  Ich bin gespannt was noch so alles dazu kommt. Zumindest spielen Biohazard im September mal wieder zusammen – leider in Bejing.

    Ansonsten war der Tag eher erfolgreich, der neue Esstisch ist zusammengebaut, der alte entsorgt. Wir waren wieder mit der Prinzessin im Schwimmbad und ich habe heute Abend noch die Halterung für den Sat-Spiegel zusammengebaut – jetzt muss ich das Ding nur noch irgendwann ausrichten. Heute morgen hat der Hausmeister unsere leckende Waschmaschine und das Licht im Keller repariert und am Donnerstag schraubt mir ein alter Freund den Fernseher an die Wand – das Leben ist schön! Das es aber auch anders sein kann, habe ich heute bei einem unverhofften Gespräch auch schon erfahren dürfen, das mir sehr nahe ging.

    Ernährungstechnisch ist heute eher Waterloo angesagt, Pommes, Pizzen (ja Plural) und Gummibärchen. Zum Glück ist mein Fahrrad nun endlich einsatzbereit und Anne hat heute morgen auch keine Gewichtszunahme angezeigt – es ist also doch noch Hoffnung ich bin nicht Plötzlich (noch) fett(er). Gute Nacht!

    Leave a Reply

      

      

      

    You can use these HTML tags

    <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>