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25. Februar, 2011

Insane in the brain?

Vergangener Mittwoch, Freiburg, Hauptbahnhof, Gleis 4. Ein elektrogetriebener Rollifahrer braust an mir und einigen weiteren verdutzten Zugwartern vorbei. Wahrscheinlich hatte er es eilig, wahrscheinlich ist er sogar schneller gefahren als ich gerannt wäre. Das an sich wäre nun für den eingeweihten Betrachter noch nicht sonderlich verwunderlich. Bemerkenswert merkwürdig ist aber das sich danach abspielt. Als der rasende Wüterich auf seinem heissen grauen Elektrostuhl nämlich wieder aus der anderen Richtung kommt, also quasi den Rückweg antritt wird er jäh von einer älteren Dame vor der Tür des Zuges gestoppt. Sie beschuldigt den jungen Mann, sowieso nie mit dem Zug zu fahren sondern den Bahnsteig als Rennstrecke zu nutzen.


Ein einleuchtendes Argument wie ich finde, denn erstes ist dieser vierspurig ausgebaut und bietet somit Platz für Rollstuhlraser und zweitens ist er auch extrem einfach zugänglich über die geräumigen, rollifreundlichen Aufzüge am Top der Stadtbahnbrücke…(Achtung Ironie). Sie hätte ihn schon einige Male dabei beobachtet wie er über den Bahnsteig rast und dabei Passagiere gefährden würde. Der junge Mann ist an dieser Stelle noch immer sprachlos. Das ist vielleicht auch besser so, denn die Frau hat jetzt erst ihre Betriebstemperatur erreicht und setzt zum finalen Schlag an. Aber nicht ohne vorher die Anschuldigungen noch mindestens zweimal mit anderem Wortlaut wiederholt zu haben. Ich benutze hier bewusst den Begriff Wortlaut, denn die Worte waren so laut, dass ich sie ein paar Meter entfernt auf Bahnsteig 5 noch ohne Verlust wahrnehmen konnte. Doch zurück zum Tatort, denn nun fragt sie den jugendlichen Schwerverbrecher ob es ihm denn eigentlich noch gut ginge. Eine gleichsam dreiste wie interessante Frage an einen Jugendlichen der an den Rollstuhl gefesselt ist – Insane in the brain?. Für eine Antwort bleibt keine Zeit, denn bevor der Befragte antworten kann, fügt sie direkt hinzu, er solle machen dass er Land gewinne. Eine kontraproduktive Aufforderung wie ich finde, denn eigentlich hätte das Gespräch den Delinquenten von weiteren Geschwindigkeitsvergehen abhalten und nicht zu einer waghalsigen Flucht im tollkühnen Temporausch animieren sollen. Irgendwie bin ich froh, dass der graue Sauser – kennt jemand den blauen Sauser? – nicht geantwortet hat, obwohl das die Realsatire der Situation sicherlich auf die Spitze hätte treiben können. Stellt Euch vor er hätte über seine Situation geklagt und angeführt, dass der Fahrtwind um seine Ohren die einzige Freunde in seinem Leben ist, oder weniger melodramatisch die alte Dame einfach nur beschimpft….

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