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22. April, 2011

Buena Suerte

El Dorado International Airport (IATA: BOG, IC...

El Dorado International Airport

11:26 Uhr Ortszeit – Wetter in Ordnung, heute morgen hat es noch ein bißchen geregnet, es ist aber angenehm von den Temperaturen. Die Anreise war ganz soweit okay, einigermaßen pünktlich aus dem Haus gekommen, Hund in die Pension gebracht, planmässig auf die Autobahn aufgefahren und planmässig und vor allem ohne Stau am Airport angekommen. Mietwagen abgegeben Koffer eingecheckt und genug Zeit zum chillen.

Erst mal mit der Skyline ins Terminal 2 damit die Kleine noch auf den Spielplatz kann, dort dann noch gleich etwas essen. Dann ist es zum ersten Mal passiert, ein Mann hat mich darauf hingewiesen, das mit mein neuer Geldbeutel aus der Gesäßtasche gefallen war – er hätte ihn auch einfach mitnehmen können…

Danach zum Gate, B28 hätte es ein sollen – angekommen, niemand da, kein Personal und kaum Fluggäste, gut der Flug soll recht schlecht gebucht sein, aber das? Ein netter Mitpassagier sagt meiner Frau auf Spanisch, daß sich das Gate geändert hatte. Also schnell alles Handgepäck und die Jacken wieder aufnehmen und weiter. Da passiert es zum zweiten Mal, ein älterer Herr sagt mir daß meine Geldbörse noch unter dem Stuhl liegt, sie war aus der Tasche gefallen, als ich etwas zu trinken für die kleine Dame gesucht hatte – er hätte auch einfach nichts sagen können… Wie war das kürzlich mit meiner zynischen Ader? Zum Glück ist die Welt nicht so schlecht wie ich!

Wir haben es dann irgendwie ans Gate geschafft, die Schlange zum Besteigen des Zubringerbuses schon recht lang. Endlich nur noch 4 Fluggäste vor uns. Da passiert es zum dritten Mal, die Drehtür zum Bus hatte schon die ganze Zeit Macken und diesmal sind dort 2 Passagiere für 20 Minuten gefangen – nicht auszudenken wäre das mit dem Kind passiert! Eine halbe später und nach einer Busfahrt von der ich schon dachte, man fährt jetzt mit dem Bus bis nach Bogota durch, sitzen wir endlich im Flugzeug. Handgepäck verstauen, Schuhe ausziehen, anschnallen. Die Stewardess reicht einen Begrüssungsdrink. Kaum in der Luft das nächste Getränk plus Mandeln, dann ein 3 Gänge Menü, dann wieder Getränke, ein Zwischensnack und vor der Ankunft in Bogota nochmals ein Snack.

Ich habe gestern gefühlte 5000 Kalorien zu mir genommen, zum einen das bekannte Verhaltensmuster des Stressfressens. Die ersten 2-3 Stunden des 11,5 Stunden Fluges war Frl. Schnecke zudem außer Rand und Band. Zwar übernahm dann später Mama, aber an Schlafen war so oder nicht zu denken. Als das Kind dann endlich schlief, war ich schon wieder über den toten Punkt weg und erfreute mich der Filme „The Dilemma“ und „Tron“ – für den Rückflug habe ich mit „The Green Hornet“ und „The Tourist“ geplant. Am Flughafen wurden wir direkt von 2 Schwestern, 2 Schwagern und, ihr ahnt es schon, 2 Nichten abgeholt. Wir liegen also mit weiblichem Einzelkind voll im Familienplan.

Als ich in Eldorado, dem Flughafen von Bogota ankam, empfand ich das Ganze als sehr sureal, denn vor nicht mal 4 Monaten sah es so aus, als würde ich dieses Land nie mehr betreten um meiner verletzten Gefühle wegen. Alles schien aus und vorbei und nun sind wir doch wieder hier. Es ist die Luft beim verlassen des Airports, die ich immer so geniesse, trotz der vielen Autos und des Verkehrs ist diese Abendluft so unvergleichlich frisch. Dazu der Charm von Bogota, zum einen Millionenmetropole zum anderen Moloch. Das erste Viertel auf der Fahr zur Schwester, eher grau, viel Graffiti, die Häuser heruntergekommen, Müllsäcke auf den Straßen (wie überall in Bogota derzeit, ist wohl Müllabfuhr demnächst), die Fenster alle vergittert – kein einladender Platz – Mittelklasse wie mir meine Frau im vorbeifahren versichert. Die nächste Nachbarschaft hübsche kleine Häuser, weniger Graffiti, rote Ziegel auf den Dächern, meine Kolumbienbild ist wiederhergestellt. Die Septima, eine  lange Straße die sich ganz Bogota zieht, gesäumt von Geschäften, Restaurants, an den Straßen Passanten auf dem Heimweg, überall kleine Busse die daraus ihren Lebensunterhalt erzielen – „Bus, Papi, Bus“ schallt es ständig von meinem Schoß, „Busetas“ heißen sie hier liebevoll. Dann endlich im Haus der Schwester angekommen übermannt uns dann doch noch einmal der Hunger. Fast 24 Stunden sind wir nun auf den Beinen, daheim wäre es jetzt kurz nach 5. Es ist kein Lieferservice zu erreichen vor dem Feiertag. Am Ende gibt es Reis mit Ei und ein bißchen Würstchen. Gegen 23:30 Uhr Ortszeit liegen wir endlich im Bett, ich darf schlafen, daran hatte ich nicht mehr geglaubt.

Heute morgen hat Frl. Schnecke dann allerdings kurz nach 5 schon gemeint: „Tag, Mama, Tag – keine Nacht“. Die Behauptung war leider nicht zu widerlegen und so waren wir schon früh auf. Genug Zeit um die Koffer und das uns zugewiesene Kinderzimmer zu organisieren. Morgentoilette – ich glaube ich habe fast das ganze Wasserreservoir von Bogota verbraucht, es geht nichts über ein langes, heißes Bad. Zum Frühstück gab es dann Tamales und kolumbianischen Kaffee – allein dafür hat sich der Trip gelohnt!

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