A sample text widget

Etiam pulvinar consectetur dolor sed malesuada. Ut convallis euismod dolor nec pretium. Nunc ut tristique massa.

Nam sodales mi vitae dolor ullamcorper et vulputate enim accumsan. Morbi orci magna, tincidunt vitae molestie nec, molestie at mi. Nulla nulla lorem, suscipit in posuere in, interdum non magna.

25. April, 2011

A La Orden

Falballa

Falballa

Upps hatte den Artikel fälschlicherweise als Entwurf gespeichrt, hier also der Nachtrag für den Samstag… 😉

Da sitzen wir  zwei nun, ich und die Flasche Colombiana light neben mir. Ich liebe Colombiana, ich glaube das ist meine Lieblingslimonade, schön daß es sie auch in light gibt und noch viel schöner wenn sie nach einem Tag wie heute aus dem Kühlschrank kommt. A kribbelt angenehm wenn das Getränk die Kehle herunterläuft und ich bekomme fast ein Brain Freeze so schön kalt ist der Trunk.

Ich wünschte ich könnte auch meine Füße so herunter kühlen, den sie schmerzen, kribbeln und fühle das Blut darin pochen. Ich bin geschafft aber irgendwie noch nicht so müde wie gestern. Bei der Königin und Ihrer Kronprinzessin sieht das schon anders aus, die sind totmüde ins Bett gefallen und schlafen jetzt bereits. Es ist 21:46 Uhr Ortszeit, das Haus ist dunkel, ab und zu hört man das Geräusch des Fahrstuhls und von draussen klingen dumpf Salsa oder Bachata durch – ein bißchen so wie man sich Lateinamerika vorstellt. Irgendwie wirkt die Musik beruhigend wie stimulierend zugleich, ich ertappe mich wie vor mich hin lächele und fast anfange mit dem Fuss zu wippen.

Ich habe eigentlich auch allen Grund zum zufrieden sein, denn der Tag war spitze. Kurz nach dem Aufwachen habe ich Joghurt aus dem Plastikschlauch getrunken und ein bißchen Käse gegessen, zum Frühstück hatte ich Spiegelei mit Würstchen und Arepa, 2 Scheiben Vollkornbrot und Schinken, als Zwischenmahlzeit einen Joghurt mit Marshmallows (die verkaufen die Dinger auch mit Gummibärchen!), Mittags gab es ein Stück gegrilltes Rindfleisch mit Reis, Frijoles (Bohnen) und Platano (Kochbanane), dann noch eine Cafesito zwischendurch  und der krönende Abschluss des Abends bildete ein Stück Lomo (Fleisch aus Rücken oder Lende) mit Röstzwiebeln und einem Salat, mein Schwager gab noch ein Stück Hähnchen á la KFC dazu, die kolumbianische Variante ist aber viel besser und die Legende besagt, daß sich KFC deshalb nie in Kolumbien halten konnte. Alle meine sieben Mägen würden Kolumbien am liebsten nie mehr verlassen!

Nachdem der Vormittag fast ausschliesslich Frl. Schnecke gehörte und sie auf den Spielplatz bzw. in den Park entführt wurde, anschliessend einen Haarschnitt bekam und last but not least eine Siesta halten durfte, stand für den Mittag bzw. Nachmittag ein Besuch in San Andresito del Norte auf dem Programm. Die Königin war schon mit Ihrer Schwester und deren Tochter vorgefahren, während ich eine Stunde später mit dem Schwager folgte. San Andrés ist eine Insel in Kolumbien und die San Andresitos lehnen sich daran an und sind so eine Art Freihandelszone in der man sozusagen Duty Free einkaufen kann. Doch Kolumbien wäre nicht Kolumbien wenn es das schon gewesen wäre, denn hier ist prinzipiell alles möglich und so kann man hier Schmuck, Sonnenbrillen, Kleidung, alles fürs Auto von Reifen bis Verbandskasten und vor allem Elektronik kaufen. Doch auch hier ist die Geschichte noch nicht zu Ende denn alles gibt es jeweils in zwei Varianten.

Während die Damen also schon vorgangen waren um sich Sonnenbrillen anzusehen, fuhren mein Schwager und ich mit dem Taxi, zumindest nachdem er mich von meiner Siesta aufgeweckt hatte. Der Taxifahrer entpuppte sich als wahre Frohnatur, mischte sich noch einigen Querstraßen einfach mal in die Konversation ein und wollte wissen woher ich den käme. Kaum hatte mein Schwager ein hörbar gequältes „Alemania“ über seine Lippen gebracht, schoß es aus dem Taxifahrer wie aus einer zu lang geschüttelten Sektflasche empor. Zuerst musste er seine Deutschkenntnisse zum besten geben, das „Heil Hitler“ hätte ich allerdings lieber überhört, dann meinte er daß Deuschland wenn der eben genannte Führer nicht gewesen wäre jetzt die größte (Wirtschaft)macht in der Welt sei und als schon glaubte es würde nun zumindest ein bißchen sachlich, gestikulierte er wild um anzuzeigen wie unglaublich groß die Biergläser sind die die Deutschen auf Ex trinken. Es erübrigt sich zu sagen, daß ich froh war, daß ich dank seines Akzents nicht alles verstanden habe und mein Schwager später nur „Loco“ sagte als ich den anderen von dem tollkühnen Ritt erzählte – wenigstens war die Strecke nicht sehr lang.

Das Ansinnen des maskulinen Teils des Ausflugs war zuerst mal die von daheim mitgebrachte Wii modden zu lassen um die die zweite verfügbare Variante von Software kaufen zu können. Leider stellte sich das, durch die relativ neue Version der Konsole und vor allem durch ihre europäische Herkunft als unmöglich bis sehr kompliziert/kostspielig heraus, so daß ich es am Ende gelassen habe. Zum einen nutze ich das Gerät fast nur zum trainieren mit Fitness-Programme und zum anderen wollte ich sowieso nur das Spiel Enclave und ein Boxspiel kaufen.

Kaum hatte ich den ersten Laden passiert schalte mir auch schon ein „A la Orden“ entgegen, was übersetzt soviel bedeutet wie „zu Diensten“ und gefühlt soviel wie „ah Du bist Ausländer Du hast Geld!“. Sogar der Königin passierte es für eine „Gringa“ gehalten zu werden was darin resultierte das Paar Prinzessinen-Turnschuhe (silber, Schneewittchen Motiv und mit leuchtenden Sohlen!) viel teurer war als einige Sekunden später als Ihre Schwester den Preis erfragte, der dann auch galt – nice try.

Ein paar andere Sachen die auf meiner schon Deutschland erstellten Wunschliste standen, habe ich aber bekommen, als da wäre eine Wii-Gitarre für Guitar Hero, einen Classic Controller für die Wii, ein paar coole Sony Kopfhörer und die Blue-Ray von Solomon Kane – war eigentlich nicht geplant, ein Roadkill. Das Balance Board ist hier leider teurer als daheim, einen X-Box Controller für den PC gab es in dem Zentrum nicht und für das Trikot der kolumbianischen Nationalmannschaft bin ich aktuell noch zu fett. So habe ich nun ein Ziel für Dezember wenn wir wieder kommen wollen und 3 von 6 Wünschen ist doch bisher keine schlechte Quote.  Auch die Königin hat dort zugeschlagen und später beim abermaligen Besuch des Shopping Zentrums von gestern auch noch etwas erlegt, die Prinzessin kam bei all dem natürlich nicht zu kurz.

Unter dem Strich ein Sahne-Tag, auch wenn ein paar Sachen nicht verfügbar waren. Es hat Spaß gemacht und ich habe wieder viel gesehen. Habe heute auch viel mehr Spanisch gesprochen, zuerst nur mit der lieben Verwandtschaft und später auch selbst in den Geschäften.

Auch heute hat sich wieder gezeigt wie eng hier arm und reich nebeneinander liegen. Kurz vor San Andresito war ein Feld mit Eseln, im Komplex selbst ungewohnte Vielfalt, ein Traum für jeden Konsumenten. Das Einkaufszentrum später gut gefüllt, exquisite Läden, Boutiquen, Supermärkte wie Carrefour oder Falaballa (heisst wirklich so, handelt sich nicht um den Schwarm von Obelix) mit tollem Sortiment und namhaften Marken und dazwischen hat mich mich zweimal um Geld angebettelt. Die Requester jeweils Frauen, auf den Blick nicht als Stadtstreicher oder ähnliches auszumachen, dumm nur daß ich jedes Mal mein Spanisch „vergessen“ habe und mit „Ich spreche nur Deutsch“ geantwortet habe – sehr zum Amüsement meines Schwagers…

23:06 Uhr ich gebe jetzt auch auf, gute Nacht nach Deutschland!

1 comment to A La Orden

Leave a Reply to Muu! = Muh! | Diary of a fatman – run fatboy run! Cancel reply

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

  

  

  

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.