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30. Juni, 2011

Ein bisschen…

Ein bisschen...

…Frieden hat Nicole damals gesungen, leise allein mit Gitarre aber ohne Stefan Raab. Ihr blieb der Rummel und der Hype und natürlich später auch das Bashing erspart dass Frau Lena Meyer-Landrut später nach Ihrem Sieg miterleben durfte. Sie hatte kein bißchen Frieden und ich habe ihn momentan auch nicht.

Als ich mit dem Blog im Dezember letzten Jahres anfing haben mich persönliche Umstände dazu veranlasst über mein Dasein, mein Selbst ja aber mich nachzudenken. Es war der Startschuss zu diesem Blog der gleichzeitig Tagebuch, Dokumentation und Fenster zur Aussenwelt sein sollte. Sechs Monate sind seit dem ins Land gegangen und mache Dinge haben funktioniert – meine Ehe existiert noch, ich bin ein paar Kilo leichter und ich bin in einigen Dingen tatsächlich ein anderer Mensch. In anderen Gebieten finde ich für mich persönlich aber noch zu oft meinen alten Ego wieder.

Bewusst ist mir das in den letzten Tagen geworden. Zum einen durch Aussagen oder Kritik von Menschen mit denen ich täglich Kontakt habe, zum anderen auch immer wieder durch Erlebnisse und Erfahrungen und nicht zuletzt durch einen Blog Artikel namens „Wann bin ich selbst so?“ bei Zeit zu leben. Was die Selbst-Reflektion in diesen Tagen ergibt passt eindeutig in die Kategorie Sperrmüll.  Denn ich schleppe noch immer Wesenszüge mit mir herum, die ich eigentlich schon lange aufs Abstellgleis befördert haben wollte. Muss Dinge an mir erkennen, die ich lieber nicht sehen möchte, die mich gleichsam traurig wie böse auf mich selbst werden lassen.

Einer davon ist dass ich mich immer wieder verzettele oder schlecht organisiert bin, wie es mein direkter Vorgesetzter heute ausgedrückt hat. Er wählte als Vergleich stürmische Gewässer ohne Ankerplatz. Ich würde dazu sagen viele offene Baustellen und so oder so ist kein Krieg zu gewinnen, wenn man nicht zumindest eine davon schliessen kann, also die erste Schlacht erfolgreich geschlagen wird. In einem tiefenphilosophischen Gespräch letztes Wochenende habe ich meinen Freundeskreis und mich als liebevolle Chaoten bezeichnet und tatsächlich scheint das Chaos ein fester Bestandteil meines Betriebssystems zu sein – ich könnte also aus dem Hause Microsoft entstammen. Doch der Breisgau ist nicht Richmond. Ich fühle mich schon mein ganzes Leben als Sonderling, passe nicht ins System und bin irgendwie nicht zu fassen – nur in den Jahren in Irland habe ich mich „normal“ gefühlt, wahrscheinlich weil die Iren da etwas easy-going sind und irgendwie selbst alle die Chaos-Theorie verinnerlicht haben.


Mein Problem ist dass ich Dinge anfange und sie später nicht beende oder nur halbherzig ausführe weil ich sie aus den Augen verliere oder mir einfach zuviel zumute. Meine Art Fussball zu spielen ist ein gutes Beispiel dafür, denn ich probiere trotz bestehendem Grobmotoriker-Zertifikat gerne mal ein Dribbling gegen einen oder mehere Gegenspieler aus, verzettele mich in Hake-Spitze-Einszweidrei und übersehe dabei den besser stehenden Mitspieler oder vergesse schlicht, dass ich der letzte Mann oder gar Torwart bin – Higuita lasst grüssen. Dabei weiß ich genau dass ich Potential habe – nein nicht zum Fussballspielen –  wenn ich etwas mit Willen strikt verfolge – siehe der bisherige Abnehmerfolg. Lasse ich die Zügel aber Streifen kehrt schnell der Schlendrian ein und der innere Schweinehund zieht in die Prinzen-Sweet ein. Dann kommt es schon mal vor dass beim Kochen die Gewürze weggelassen werden oder die Mailbox im Job zum Sperrgebiet erklärt wird. Plötzlich andere Dinge im Vordergrund stehen oder ich vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sehe. Logisch dass es nicht ausbleibt dass meine Umwelt etwas von dieser fast ohnmächtigen Lethargie mitbekommt, auffällt das viel gesagt und zu wenig getan wird. Ich dann nicht nur ein fettes, sondern auch ein faules Schwein bin.

Das eigene Ich kann so hässlich sein, wenn man die Fratze der eigenen Fehlbarkeit unmittelbar vor dem geistigen Auge hat. Eine Entschuldigung oder zumindest eine Erklärung zu finden, würde das Ganze erträglich machen, die Schmach mindern. Doch ausser der Tatsache, dass mir im Moment wirklich alles zuviel ist, ich zwischen Umzugsvorbereitung, Arbeit, Dienstreisen, dem Schichtplan der Königin und dem Versuch ein guter Vater zu sein an meine Grenzen stosse fällt mir nichts zu dem Thema ein. Wäre ich Prominent hätte ich wahrscheinlich ein Burnout-Syndrom diagnostiziert bekommen. Ich selbst attestiere mir mangelndes Erwachsensein, Kindsköpfigkeit und eine große Portion Naivität als Topping. Ein bisschen Arbeiten reicht nicht aus, aus bisschen Familienmensch auch nicht und ein bisschen von der Norm abweichen ist schon zuviel. Ich liebe mein Leben und würde vieles genau so wieder machen, doch an Tagen wie diesen wünschte ich, ich wäre einfach nur normal. Beneide die Kollegen um ihren geradlinigen Lebenslauf, um die Traumhochzeit, die Einstellung die keinen Platz für Improvisation lässt und das bisschen Frieden…

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