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16. Februar, 2012

One moment in time

Keine Angst, ich erspare Euch einen Nachruf auf Whitney Houston, obwohl ihr Leben eine gewisse Tragik hat und die Welt mit Sicherheit einer ihrer tollsten Stimmen verloren hat und ehrlich gesagt hat mich der Song schon damals bei der Olympiade inspiriert, ich glaube er war auch die Titelmusik der ARD.

Dreisamtal Freiburg im FebruarÄngstlich verlasse ich jeden Morgen das Haus, ich bin vorsichtig auf dem Weg zum Bahnhof, denn ich erwarte jeden Moment von einem Säbelzahntiger oder einem Riesenfaultier angegriffen oder von einem Mammut unsanft vom Fahrrad befördert zu werden. Trotz der weißen Pracht und den eiszeitlichen Temperaturen ist aber keines der der Tierchen zu sehen – manchmal glaube ich spiele zuviel Skyrim
Vom Fahrrad befördert werde ich trotzdem, das Eis, die erste Kurve, es war halt noch früh. Die Passantin hinter mir, nähert sich im Pinguin-Gang, eigentlich braucht sie gar nicht langsamer zu werden um bei mir stehen zu bleiben. Sie fragt ob alles in Ordnung ist, „Ja Danke“ erwidere ich kleinlaut während ich nicht weiß was mir unangenehmer ist die Schmach mich auf meinen dicken Bauch gelegt zu haben oder das nasse Hosenbein vom Schnee. Gut das Knie tut eigentlich weh, aber ich sage nochmals „Ja alles in Ordnung, Danke“, gleichzeitig setze ich mich wieder auf mein Fahrrad, fahre weiter, langsam, vorsichtig, wie auf rohen Eiern. Bloß den Zug bekommen, ist mein einziger Gedanke, dabei habe ich noch nicht mal das Gesicht meiner Pinguin-Freundin gesehen. Später im Büro denke ich dann, vielleicht war sie ja hübsch und ich hätte ein Koma vortäuschen und mich beatmen lassen können…

Heute bin ich dagegen ohne Unfall zum Zug gekommen, dafür habe ich ihn aber verpasst. Nicht weil ich zu spät aufgestanden wäre, oder mehr getrödelt habe als sonst auch im morgendlichen Tran, nein der liebe Hund wollte einfach das tun wofür man mit ihm bzw. ihr Gassi geht. Wahrscheinlich war es ihr kalt am Hundedamenpopo, immerhin einen rosa Pulli hat ihr die Königin aus Restbeständen der Prinzessin ja angezogen – Coca Chanel eben.

Doch nicht nur das Wetter macht mir zu schaffen, zum einen weil es so kalt ist und zum anderen weil mein Stoffwechsel auf Vorräte anlegen fressen geschaltet hat, sondern auch weil der Alltag selbst zeitweise frostig sein kann. Das tägliche Hetzen, sich beeilen müssen, auf der Arbeit funktionieren, ein guter Vater und Ehemann sein, der Haushalt und die anderen Dinge die man dann innerhalb der 24 Stunden eines Tages noch unterbringen will und vor allem der Schlaf der dabei auf der Strecke bleibt! Der Tot und die Beerdigung meines Freundes letzte Woche, das Alles zusammen ist schon eine Menge.

Es sind die kleinen Momente die ich dann jeden Tag für mich brauche um das Leben als lebenswert zu empfinden und zu spüren, dass ich am Leben bin. Früher habe ich immer gesagt ich wäre ein Adrenalin-Junkie, eigentlich lustig, denn ich bin eher ein Couch-Potato, doch was ich meinte war den Kick den Kitzel den ich früher gebraucht habe. Beim Auflegen in Clubs, der Moment wenn man als DJ einen neuen Song spielt, den vielleicht noch niemand kennt oder kennen kann und die Leute trotzdem weiter tanzen, im Schwimmbad vom 10 Meterbrett springen oder einfach nur eine Radtour.  Heute habe das Adrenalin eher durch Glück ersetzt, denn es sind die kleinen Moment des Glücks die meinen Tag machen.

Man muss das Beste aus allem machen und sogar nach einem langen Arbeitstag kann der kalte Weg vom Kindergarten nach Hause zum wunderschönen Spaziergang werden, wenn man sich darauf einlässt die Seele frei und die Augen offen zu halten. Schaut auch die Bilder vom Dreimsamtal an. Oder dann zu Hause einfach mit der Tochter auf dem Sofa spielen, dieser Moment wenn sie einen anlacht oder küsst. Ein tolles Gespräch mit der Königin, ein Film der mich zum Lachen bringt oder zum Nachdenken anregt oder einfach die Entspannung beim Computerspielen. Einfach ein paar Minuten Glückseligkeit, weg von allen Konventionen und Verpflichtungen, ein Moment Urlaub für die Seele.

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